Online-Spezialkurse und Präsenzkurse zum Erwerb der Sach- und Fachkunde für die digitale Volumentomographie

Unser Online-Spezialkurse und Präsenzkurse zum Erwerb der Sach- und Fachkunde für die digitale Volumentomographie richtet sich an Neuanwender, die einen DVT-Kurs aus der Praxis für die Praxis besuchen wollen. Unser Referent, Dr. Manuel Waldmeyer, setzt einen speziellen Fokus auf die tägliche klinische Anwendung und die Implantatplanung. Der zweitägige Online DVT-Fachkundekurs umfasst folgende Bereiche: Grundlagen der extra- und intraoralen Röntgentechnik, Grundlagen in der DVT-Technik, Gerätekunde, Sensortechnologien, Strahlenschutz, Qualitätssicherung im Strahlenschutz, gesetzliche Bestimmungen, Indikationen für die 3D-Bildgebung und Diagnostik. Der zweitägige Online DVT-Fachkundekurs findet in einem Abstand von 3 Monaten statt. In der Zeit zwischen den Kursen erhalten die Teilnehmer 25 DVT-Musterfälle, die sie als Voraussetzung für den erfolgreichen Kursabschluss befunden müssen. Die ausgewerteten Musterfälle und eine bestandene Multiple-Choice-Klausur sind Abschlusskriterien für den Fachkundekurs.

Der zweitägige DVT Fachkunde Kurs umfasst folgende Bereiche:

Grundlagen der extra- und intraoralen Röntgentechnik, Grundlagen in der DVT Technik, Gerätekunde, Sensortechnologien, Strahlenschutz, Qualitätssicherung im Strahlenschutz, gesetzliche Bestimmungen, Indikationen für die 3D Bildgebung und Diagnostik.

Die DVT Fachkundekurse werden entsprechend der Richtlinie 3.2 Fachkunde und Kenntnisse im Strahlenschutz bei einem Betrieb von Röntgeneinrichtungen in der Medizin oder Zahnmedizin durchgeführt und sind nach durch das Regirungspräsidium im Kassel als zuständige Stelle anerkannt worden.

Kursthemen

Teil I  DVT Fachkunde

9.00 Uhr bis 10. 30 Uhr: Einführung in die Viewer Software anhand von Sidexis (DentsplySirona) und  Galileos Implant (DentsplySirona).
10.30 Uhr bis 10:45 Uhr: Kaffepause
10.45 bis 13.00 Uhr: Spezielle zahnmedizinische Gerätekunde und Aufnahmetechnik, Geräte- und Detektortechnologie, Aufnahmeparameter und ihre Bedeutung für Bildqualität und Strahlenexposition, Rechtfertigende Indikation in der Zahnheilkunde
13.00 Uhr bis 14.00 Uhr: Mittagspause
14.00 Uhr bis 15.00 Uhr: Einführung in die Diagnostik
15.00 Uhr bis 15:15 Uhr: Kaffeepause
15.15 Uhr bis 18.00 Uhr: Gesetzliche Grundlagen zum Betrieb, Strahlenschutz, Qualitätsmanagement
18:00 Uhr bis 18:30 Uhr: Handson Übungen am DVT: Funktionen und Patienteneinstellungen, Geräteparameter

Teil II DVT Fachkunde

9.00 Uhr bis 10. 30 Uhr: Datenaustausch und DSGVO
10.30 Uhr bis 10:45 Uhr: Kaffepause
10.45 bis 13.00 Uhr: Besprechung und Korrektur der 25 Fälle, Teil 1
13.00 Uhr bis 14.00 Uhr: Mittagspause
14.00 Uhr bis 15.00 Uhr: Besprechung und Korrektur der 25 Fälle, Teil 2
15.00 Uhr bis 15:15 Uhr: Kaffeepause
15.15 Uhr bis 17.00 Uhr: Abschlussklausur gemäß der Fachkunderichtlinie, offene Fragen und Diskussion
17.00 Uhr bis 18.00 Uhr: Digitaler Workflow in der Zahnarztpraxis, DVT Integration, Implantatplanung

Inhalte

Sicat Suite im DVT Kurs von Dentalekt

Im DVT Fachkundekurs von Dentalekt wird mit SICAT Implant 2.0 gearbeitet, welches ein Teil der neuen sogenannten Sicat Suite ist. Bei SICAT Implant 2.0 handelt es sich um die Weiterentwicklung des globalen Branchenführers Galileos Implant, die Ihnen die Implantatplanung auf einem ganz neuen Niveau ermöglicht. Die Planung von Einzelzahn- und Mehrfachversorgung war noch nie so einfach. Kursbestanteil kann natürlich nicht eine Umfassende Einführung in die Implantatplanung sein, jedoch lässt sich in unseren Augen dank der herausragender Benutzerführung schneller die Grundfunktionalität erlernen – ein der wsentlichen Indikationen für ein DVT.

Warum Sicat Implant 2.0?

Die Software ist intuitiv und benötigt wenige Klicks. Ferner ist sie linear aufgebaut – von der Diagnose über die Implantatplanung bis zur Umsetzung mit Bohrschablonen. Sie beinhaltet eine der weltweit größten Bibliotheken an Implantaten, Abutments und Bohrhülsen, so dass jeder Zahnarzt in Deutschland anhand dieser Software die Implantatplanung mit seinem bekannten Implantatsystem durchführen kann.

Lernen Sie anatomische Normvarianten kennen!

Der DVT Kurs vermittelt Ihnen Grundlagenwissen über die dreidimensionale Darstellung von Normvarianten des Gesichtsschädels. Somit sind Sie nach dem Kurs in der Lage, selbständig Abweichungen von der Norm feststellen und diese befunden zu können. Uns ist es besonders daran gelegen, Ihnen auch nach dem Kurs bei Fragen Hilfestellung zu leisten. Somit bieten wir jedem Teilnehmer für den Zeitraum eines Jahres nach Kursabschluss Unterstützung bei der Befundung von bis zu 3 DVT Fällen an.

Lernen Sie den aktuellen Stand aus Wissenschaft und Technik kennen!

Unser DVT Fachkundekurs vermittelt Ihnen Einblicke in den aktuellen Stand der DVT Technik. Wir zeigen Ihnen neue technische Entwicklungen, die es Ihnen ermöglicht, eine 3D Bildgebung für ein erweitertes Indikationsspektrum einzusetzen – die Low Dose Bildgebung mit einer Effektivdosis  von nur 3 bis 6 µSv für die 3D postoperative Implantatkontrolle sei hier beispielhaft genannt.

DICOM to STL – Im DVT Fachkundekurs von Dentalekt lernen Sie, wie Sie aus  dem DICOM Format ein druckbare STL Datei erzeugen können!

Wissensvermittlung auf dem aktuellen Stand aus Wissenschaft und Technik.  Es gibt Situationen, in denen es wichtig ist, sich nicht nur das 3D Röntgenbild unserer Patienten anzuschauen, sondern sich ein Modell der Situation zu erstellen. Manchmal werden erst dann Zusammenhänge ersichtlich und implantologische Planungen greifbar.

Damit sofort nach dem Erwerb der DVT Fachkunde auch auf dem Gebiet des 3D Drucks durchstarten können, erfahren Sie in unseren Kursen, wie Sie mit kostenloser Software DICOM Daten in STL Daten transformieren und somit druckbar machen können.

„Mit Low Dose in die strahlenoptimierte 3D Bildgebung“

Funktionsweisen und Indikationen in der allgemeinzahnärztlichen Praxis

Im klinischen Alltag gewinnt die digitale Volumentomographie zunehmend an Bedeutung und hat sich ohne Frage im Bereich der Implantologie als der aktuelle Goldstandard für die Implantatplanung bereits national wie auch international durchgesetzt. Schauen wir jedoch auf andere Indikationsfelder, so ist die zweidimensionale Diagnostik weiterhin die Standarddiagnostik, obwohl der diagnostische Mehrwehrt einer dreidimensionalen Aufnahme bei vielen Indikationen sowohl für den behandelnden Zahnarzt als auch für den Patienten vorteilhaft sein kann. Bisher war neben dem wirtschaftlichen Aspekt der DVT Anschaffung eines der Hauptargumente gegen die 3D Diagnostik das ALARA Vermeidungsgebot. ALARA – As Low As Reasonably Achievable – fordert, dass beim Einsatz ionisierender Strahlen die Strahlenbelastung am Patienten so gering wie möglich zu halten ist und stellt somit einen der Kerngrundsätze effektiven Strahlenschutzes in der Zahnmedizin dar. Im Bereich der 3D Bildgebung ist ein möglicher Weg der Strahlendosisreduzierung die Begrenzung des FoV (Field of View). Ein neuer Weg, signifikant die Strahlendosis an unseren Patienten zu reduzieren, sind die sogenannten Low Dose Verfahren.

Was sind Low Dose Verfahren?

Die Low Dose Verfahren werden von den unterschiedlichen Röntgengeräteherstellern oft mit einem firmeneigenen Branding versehen. So werden Begriffe wie „Low Dose“, „Ultra Low Dose™“, „Green DVT™“ sowie „Low Dose Technology™“ synonym im zahnärztlichen Sprachgebrauch verwendet. Hinter diesen Begriffen verbergen sich aktuell zwei Verfahrensarten, wie die Strahlendosisreduzierung erzeugt werden kann. Die Low Dose Verfahren für die 3D Bildgebung basieren hierbei auf unterschiedlichen Ansätzen und Technologien der Dosisreduzierung. Zum einen kann die Dosisreduzierung durch ein Absenken des Röntgenstromes erzeugt werden (siehe Graphik 1), zum anderen durch die Nutzung einer Vorfiltrierung (siehe Graphik 2), die durch einen in den Strahlengang rotierten Filter erreicht wird.

Durch die Absenkung des Röntgenstromes wird das gesamte Spektrum der Röntgenstrahlung gesenkt, auch die für die Bildgebung relevanten hochenergetischen Anteile, die zur Darstellung von dichteren Strukturen notwendig sind. Das resultierende Bild ist somit in allen Strukturen schwach dargestellt, was sich in einem starken Rauschen widerspiegelt. Ferner hat das Absenken des Röntgenstromes auch einen Einfluss auf die Röntgenröhre selbst, da oftmals der optimale Bereich des Röntgenstromes unterschritten wird und somit dies zu Lasten der Gesamtbetriebsdauer des Strahlers gehen kann. Vorteil dieses Verfahren ist es, dass ohne zusätzliche bewegliche Teile am Strahler gearbeitet werden kann und somit das Low Dose Verfahren preisgünstiger zu erzeugen ist.

Wird für das Low Dose Verfahren eine Vorfiltrierung verwendet, so erfährt die Röntgenstrahlung eine Aufhärtung und das Kupferfilter verschiebt das Spektrum (Intensitätsmaximum) zu höher energetischen Röntgenstrahlen. Gleichzeitig werden die niedrigenergetischen Anteile des Spektrums, welche nicht an der Bildgebung unmittelbar beteiligt sind, herausgefiltert. Dichte Strukturen, wie zum Beispiel Knochen, Zähne und Implantate, werden sehr gut dargestellt und die Hautoberflächendosis wird stark gesenkt (weniger „weiche“ Strahlungsanteile). Ferner verbleibt der Betrieb der Röntgenröhre bei diesem Verfahren im optimalen Bereich.

In welchem μSv Breichen bewegt sich die Low Dose DVT Technologie?

Die erreichbaren effektiven Dosen sind abhängig vom ausgewählten Field of View (FoV) und bewegen sich im Bereich konventioneller 2D Bildgebungen. So kann beispielhaft für das Orthophos SL der Firma DentsplySirona für ein FoV von 5×5 cm eine effektive Dosis von nur 3 μSv, für ein FoV von 8×8 cm von 8 μSv und für ein FoV von 11×10 cm von 11 μSv erreicht werden (Ludlow Studie, 2014).  Vergleicht man nun diese effektiven Dosen mit konventionellen digitalen Röntgenaufnahmen, so stellt man fest, dass eine Zahnaufnahme eine effektive Dosis von 3 μSv und ein Panoramaschichtaufnahme eine effektive Dosis zwischen 5 und 15 μSv erzeugt. Daher ist die 3D Diagnostik mittels dem Low Dose Verfahren als Mittel der primären Diagnostikform mit dem ALARA Prinzip vertretbar und in vielen Bereichen der täglichen zahnärztlichen Diagnostik einsetzbar.

Welche Indikationen können mittels Low Dose DVT Technik in der täglichen Praxis abgedeckt werden?

Die Low Dose DVT Untersuchung sollte dann erfolgen, wenn aus der Fragestellung und rechtfertigenden Indikation heraus ein größerer diagnostischer Zugewinn erwartet werden kann. Dieser diagnostische Zugewinn durch das Low Dose DVT bringt dem Patienten die klinischen Vorteile, welche ihm zustehen und dem Zahnarzt die notwendige forensische Sicherheit, die sie oder er dringend benötigt. Hierfür sind eine Vielzahl von möglichen klinischen Indikationen für die Low Dose DVT Technik denkbar:

  • Kieferorthopädie
  • Abklärung von Nebenbefunden des OPGs
  • Retinierte Weisheitszähne
  • Implantatplanung
    • Backward planing
    • Guided Surgery
    • Low Dose Post OP Kontrolle
  • Luftweganalyse
  • Endodontie
  • Fokussuche

Warum zu uns?

Unser Kurs enthält stets tagesaktuelle Fälle, die von uns operiert worden sind.
Aus der Praxis für die Praxis
Im Rahmen des Spezialkurses werden stets Live Übungen am DVT angeboten.
Hands-On Übungen am Orthophos SL
Anhand von Planungsbeispielen lernen Sie, wie Sie Ihr DVT für die Implantatplanung nutzen können.
Klarer Bezug zur Implantologie

Wir unterstützen Sie auch nach dem DVT Kurs! In einem Zeitfenster bis zu einem Jahr nach dem Fachkundekurs leisten wir Ihnen aktive Hilfe bei der Befundung von bis zu drei komplexen Fällen.

Unterstützung bei den ersten Schritten